Arnis im März - April 2026

April, April, kann machen, was er will und deshalb räumt er dem allseits beliebteren Mai seinen Kalenderplatz, nicht ohne vorher noch seine Logbucheinträge erfüllen zu müssen. Und zur Strafe für seine Wetterlaunen darf er die vom März auch gleich noch mit erledigen.

 

Der März hat mit Unaufgeregtheit, Gleichmut und Bodenhaftung für die Frühblüher gepunktet... wenn man von einem highlight in der Familie einmal absieht, das allerdings einem Betriebsgeheimnis unterliegt.

 

Ein im letzten Jahr angedachtes Thema, auf dem Arnisser Friedhof einen Gedenkplatz für Seebestattete errichten zu lassen, wurde jetzt angestoßen und intensiviert. Viele Dinge gilt es zu bedenken: Art der Gedenkstätte, Tafel oder Stein, Beschriftung, Standort auf dem Friedhof usw. usw. Inzwischen scheint alles auf einem guten Weg zu sein: Ein Findling mit eingemeißelten Gedenkworten und einem Symbol. Weitere Überlegungen stehen an und Vorschriften gilt es zu beachten. Wir begrüßen grundsätzlich jedenfalls diese Idee und ich werde weiter über die Entwicklung berichten.

 

Nachdem alle Arnis-Grundbesitzer vom Amt Kappeln-Land i. S. Hochwasserschutz Post erhalten haben (in manchen Fällen mehrmals an dieselbe Person. Porto spielt keine Rolle und der Briefträger freut sich über seine Arbeitsplatzsicherung), scheint sich die Mehrheit gegen eine 3,90 m über Normalhöhennull (ja, heißt so!) Flutmauer entschieden zu haben. Naja, ehrlich... wer gibt freiwillig für nothing was von seiner Scholle ab, um auf eine Mauer zu starren? Nach wie vor bin ich der Meinung, die 75.000 € des gekosteten Gutachtens hätten lieber in unseren schwächelnden Deich fließen sollen, als dass die jetzt im Schleischlick versickern. Aber die hätten dann wieder aus einem anderen Topf fließen müssen und der ist leer.

Tja, die Wellen schlagen hoch, hoffentlich nicht wieder in unser Städtchen hinein.

 

Und dann ist da noch der viel geliebte Tourismus, von dem alle in unserer Region wunderbar leben können und sehr viele auch müssen. Trotzdem „stört“ er angeblich... sagen die Schnellmerker, die aber gut 7.000 Betten geldgierig in Olpenitz durchgewunken haben. Von Kappeln schwappt dieses Thema auch nach Arnis über die Brücke. Der frisch ausgelegte Bebauungsplan Nr. 3 gibt den starren Wert 45 % von der Gesamtwohnfläche zur erlaubten Gästevermietung her. Na, da hat die Familie Luth ja Glück gehabt: Die Ferienwohnung soll eh ab 2027 eigengenutzt werden, das Ferienhaus erfüllt locker die 45 %-Hürde. Aber andere Vermieter, die erst kürzlich tausende von Euros in ihre Ferienwohnungen versenkt haben, kommen ins Trudeln. Solidarität mit diesen Gebeutelten wird großgeschrieben. Unterschriftenaktion mit Einwendungen gegen den neuen Bebauungsplan liegt der Obrigkeit vor. Jetzt heißt es, abwarten und gelassen Flens trinken. So schnell geben Arnisser nicht auf!

 

Gelassen musste auch unser neuer Fähr-Pächter sein. Trotz Wartung und ausgestellter Betriebserlaubnis zickte die Fähre `rum. Ein bislang auch von unseren super geschulten Handwerkern nicht zu diagnostizierendes Handicap verhinderte für mehrere Tage die Nutzung. Das kommt dabei `raus, wenn gegen Tourismus – Hauptklientel der Fähre - gewettert wird, da dümpelte sie gleich in ihrer Diva-Schmollecke. Aktueller Stand bei Logbuch-Eintragung: Die Schmollecke ist aufgehoben. Sie fährt wieder!

 

Mit ein paar Gartenimpressionen wünsche ich Ihnen allen eine wunderschöne Jahreszeit,

 

Ihre Renate Luth