Arnis im September - Oktober 2025

Die dritte Jahreszeit erfolgreich absolviert.. naja, also fast. Die Erblast des Herbstes muss noch abgetragen werden: Lindenlaub der Langen Straße gehört in die (Bio-)Tonne getreten, damit der Weg frei wird für Schnee, der sowieso nicht kommt. Klimawandel sei Dank. Trotzdem: Wir Arnisser sind ein braves Völkchen und stellen uns der Bewegung in frischer Luft.

Belohnung folgt auf dem Laubbesen:

Erntefreude in Form von 100 % igem Bio-Ertrag  verdrängt Verarbeitungsstress und die Genugtuung prall gefüllte Marmeladen-/Gelee-Gläser auf das Vorratsregal stellen zu können, trägt zum leicht angeberischen Wohlgefühl bei.

Was auch zum Wohlgefühl beiträgt, ist die Aussicht, dass der beim bisherigen Betreiber angestellte Fährmann ab 2026 in die Selbständigkeit eintaucht und in eigener Regie über die Schlei schippert. Halleluja, das wäre also geregelt. Und jetzt noch das Sorgenkind „Restaurant Fährhaus“, das aus seinem Dornröschenschlaf erweckt werden möchte. Tatsächlich hat sich ein Prinz gefunden, der die Küche und Gaststube mitsamt Kochtöpfen und Gestühl wach küsst. Eine Speisekarte mit regionalen Gerichten und viiiiiel Fisch, das wünschen wir uns. Einheimische und Touristen üben sich nach dieser Info schon mal im Schnuppern genussvoller Essensdüfte. Der genaue Eröffnungstermin bleibt aber abzuwarten, der Prinz ist noch im Spannungsbogen unterwegs, denn neue Besen kehren gut und das braucht seine Endreinigungszeit.

 Natürlich darf in diesem Blog auch das Thema Garten nicht zu kurz kommen. Der anhaltende illegale Rasenwuchs wird vom eingemotteten Rasenmäher ignoriert, nix mehr mit Standby-Modus. Ab April 2026 lässt er sich mit seinen gefüllten Akkus wieder herab, Kürzungen vorzunehmen.

 

Wenn die Linden in der Langen Straße schon Blätter lassen müssen, dann geht es dem Gartendschungel erst recht an die Heckenschere. Ergebnis:

Keine Bange, ich schreibe hier von nachwachsender Energie. Gilt für die Botanik, aber auch für die Laiengärtnerin. Energie wünsche ich mir auch von unserer Stadtvertretung, die einstimmig (!) an einem Böllerverbot zum Jahreswechsel arbeitet. Immerhin wurde schon mal die Amtsverwaltung in Kappeln mit der Ausarbeitung eines „rechtssicheren Satzungsentwurfs“ beauftragt. Liegt dieser vor, geht das Thema zur finalen Entscheidung erneut an die wackere Stadtvertretung zurück. Allein die Schlagzeile im hiesigen „Schleiboten“: „Kleinste Stadt Deutschlands böllerfrei“ wäre doch ein Kracher!! Die kleinsten sind die größten! Nur die Sektflaschen-Knallerei lassen wir uns nicht nehmen.

 

Bin selbst gespannt, wie dieses Thema ausgeht... Sie auch? Dann lesen Sie den November-Dezember-Blog! Bis dahin bleiben Sie energiegeladen, das wünscht sich Ihre Renate Luth!